Korruptionsbekämpfung und Compliance

Yokogawa übt seine Geschäftstätigkeiten nach dem Grundsatz höchster ethischer Standards aus. Höchste Priorität kommt dabei dem Thema Compliance zu. Deshalb hat Yokogawa Compliance-Vorschriften für alle Unternehmen der Yokogawa Group in einem Verhaltenskodex festgelegt. Zudem handelt Yokogawa in allen seinen Geschäftstätigkeiten nach den anwendbaren Gesetzen, Vorschriften, Anordnungen und allgemeinen gesellschaftlichen Normen. Diesbezügliche Schwierigkeiten, die im Arbeitsalltag auftreten können, sind in der „Compliance-Richtlinie der Yokogawa Group“ niedergelegt. Diese Richtlinie wurde an alle Konzernunternehmen weitergegeben. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die ethischen Grundsätze von Yokogawa konzernweit bekannt gemacht und eingehalten werden. Um Fehlverhalten und Skandale zu vermeiden, fußen unsere ethischen Grundsätze auf zwei Säulen: Schaffung einer Unternehmenskultur, die Fehlverhalten verhindert und Schaffung eines Systems, das unethisches Verhalten verhindert. Hierdurch möchten wir gewährleisten, dass unsere Geschäftsaktivitäten nach ethischen Grundsätzen ausgeübt werden und alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert werden, diese ethischen Grundsätze zu leben.

Two-pillars Structure

Unsere Compliance-Strukturen

Zugunsten der Schaffung einer Unternehmenskultur, die Fehlverhalten verhindert und der Schaffung eines Systems, das unethisches Verhalten verhindert forciert die Yokogawa Group eine Unternehmensführung, die auf den anwendbaren Gesetzen und Vorschriften gründet. Dazu haben wir eine eigene Ethikabteilung eingerichtet, die mit der Erarbeitung eines Compliance-Modells und der Ermittlung und Lösung von Problemen betraut ist. Zugleich arbeitet Yokogawa an einem weltweiten Modell zur Sensibilisierung zum Thema Compliance, das Möglichkeiten für den Zuschnitt auf die einzelnen Standorte lässt.
Für unsere japanischen Unternehmen gibt es bereits einen Compliance-Beauftragten bzw. eine Compliance-Beauftragte, der bzw. die zugleich eine Beratungsfunktion innehat. Er bzw. sie organisiert Aktivitäten zur Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Compliance. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass alle Beschäftigten im Einklang mit den anwendbaren Gesetzen und Vorschriften handeln. Das Compliance-Sekretariat und der Vertreter bzw. die Vertreterin des bzw. der Compliance-Beauftragten aus den einzelnen Unternehmen nehmen an den regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Compliance-Ausschusses teil. Dieser Ausschuss ist eine Plattform zum Austausch von Informationen und zur Überwachung der Fortschritte im Bereich Compliance.

Provision of Compliance Promotion Structure

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Yokogawa bekämpft Korruption in jeder Form. Unter Korruption werden die Anwendung von Zwang, Bestechung und jede Situation verstanden, in der Macht zu persönlichen Zwecken missbraucht wird. Zur Bekämpfung von Korruption hat Yokogawa in seinem Verhaltenskodex die Beziehungen zu Lieferanten, Politikern und Verwaltern festgelegt und Interessenkonflikte mit einem grundsätzlichen Verbot belegt. Festgelegt und umgesetzt wird die Bekämpfung von Korruption und Bestechung insbesondere auch durch die „Compliance-Richtlinie der Yokogawa Group“ und die „Richtlinie zur Bekämpfung von Bestechung“. Darüber hinaus werden im Rahmen unserer Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung Informationsveranstaltungen und Umfragen durchgeführt. Hierdurch möchten wir gewährleisten, dass die anwendbaren Gesetze und Vorschriften von allen Beschäftigten eingehalten werden.

Bekämpfung von Bestechung

Yokogawa beachtet die Gesetze zur Betrugsbekämpfung jedes Landes, in dem seine Konzernunternehmen geschäftstätig sind. Auf diese Weise soll Bestechung von und durch Beamte(n) und Privatleute(n) weltweit verhindert werden.
Zusätzlich prüft und überwacht Yokogawa das Bestechungsrisiko seiner Unternehmen. Darüber hinaus gilt bei Yokogawa eine „Anti-Bestechungs-Richtlinie“. Diese Richtlinie wird an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgegeben, um Bestechung zu verhindern und für die gerechte, regelkonforme Ausübung unserer Geschäftstätigkeiten zu sorgen. In unserer „CSR-Richtlinie für die Lieferkette“ haben wir Vorschriften zur Verhinderung von Bestechung in der Zusammenarbeit mit unseren Zulieferern niedergelegt.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Fälle von Bestechung, Rechtsverletzungen oder Sanktionen gemeldet.

Maßnahmen zur Bekämpfung wettbewerbswidrigen Verhaltens

Yokogawa ist der Einhaltung von Wettbewerbsgesetzen in seiner Konzernführung verpflichtet. Den Grundsatz eines gerechten, transparenten und freien Wettbewerbs mit der Konkurrenz haben wir in unserem „Verhaltenskodex der Yokogawa Group“ festgeschrieben.
Die „Compliance-Richtlinie der Yokogawa Group“ und der „Wettbewerbs-Verhaltenskodex“ enthalten genaue Vorschriften zur Einhaltung der anwendbaren Wettbewerbsgesetze. Zudem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interne Schulungen zum Wettbewerbsrecht an.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden gegen Yokogawa keine rechtlichen Schritte wegen wettbewerbs- oder kartellrechtlicher Verletzungen oder monopolistischer Praktiken eingeleitet.

Striktes Verbot von Insiderhandel

Zur Bekämpfung von Insiderhandel haben wir einen internen „Verhaltenskodex zur Bekämpfung von Insiderhandel“ festgelegt. Auch unsere „Compliance-Richtlinien“ enthalten einen Abschnitt zum Verbot von Insiderhandel. Zudem haben wir eine konzernweite Compliance-Struktur und organisieren Schulungen und weitere Maßnahmen zum strikten Verbot von Insiderhandel.

Wenn Mitglieder der Unternehmensführung oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens der Yokogawa Group Anteile von Yokogawa Electric kaufen oder verkaufen möchten, müssen sie sich dafür im Voraus einer Überprüfung durch die Beauftragten für die Bekämpfung von Insiderhandel ihres jeweiligen Unternehmens unterziehen.

Den nachstehend genannten Personen ist es außerdem im Zeitraum vom Ende eines Berichtsquartals (Ende Juni, September, Dezember und März) bis zum Datum der Veröffentlichung der jeweiligen Geschäftszahlen grundsätzlich verboten, Anteile zu kaufen oder zu verkaufen:

  1. Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführung jedes Unternehmen von Yokogawa Electric, Yokogawa Solution Service, Yokogawa Manufacturing und Yokogawa Test & Measurement
  2. allen Personen, die unmittelbar an der Erstellung und Veröffentlichung von Quartalsgeschäftszahlen für Yokogawa Electric und seine japanischen Tochtergesellschaften beteiligt sind.

Einhaltung der Steuervorschriften

Vor dem Hintergrund der Globalisierung unserer Geschäftstätigkeiten hat sich Yokogawa den nachstehenden steuerrechtlichen Grundsätzen verpflichtet. Sie dienen der Einhaltung der Steuervorschriften in allen Ländern und Regionen, in denen Yokogawa geschäftstätig ist, und zur Umsetzung eines angemessenen Steuerrisikomanagements.

  1. ordnungsgemäße Abführung von Steuern im Einklang mit den nationalen Steuergesetzen und -vorschriften
  2. Ergreifen angemessener Maßnahmen zur Umsetzung von Vorgaben und Maßgaben der steuerrechtlichen Bilanzierung
  3. Umsetzung einer steuerbezogener Governance-Struktur und Sensibilisierung für die Einhaltung von Steuervorschriften
  4. Umsetzung von Maßnahmen im Einklang mit den internationalen Steuerstandards, etwa der Verrechnungspreisleitlinie (Transfer Pricing Guideline) oder dem Aktionsplan gegen die Verminderung steuerlicher Bemessungsgrundlagen und das grenzüberschreitende Verschieben von Gewinnen durch multinationale Konzerne (Base Erosion and Profit Shifting / BEPS) der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD
  5. Schaffung, Pflege und Entwicklung aufrichtiger und guter Zusammenarbeit mit den nationalen Steuerbehörden

Maßnahmen zur Bekämpfung von anti-sozialen Verhaltensweisen

Die Yokogawa Group setzt sich ganzheitlich für die Bekämpfung von anti-sozialen Verhaltensweisen ein. Dazu haben wir in unserer „Compliance-Richtlinie der Yokogawa Group“ konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von anti-sozialem Verhalten, also Verhalten gegen die gesellschaftliche Ordnung und Sicherheit, definiertZudem werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Compliance-Seminaren und über ein Unternehmensmagazin über unsere Grundhaltung und Philosophie in Bezug auf unangemessene Forderungen informiert.
Im Einklang mit der Verordnung der Stadt Tokio zur Bekämpfung organisierter Kriminalität enthalten alle unsere „allgemeinen geschäftlichen Vereinbarungen“ Bestimmungen zur Bekämpfung anti-sozialer Verhaltensweisen. Zudem schließen wir mit allen unseren Zulieferern, Auftragnehmern und Kunden ein „Memorandum über die Bekämpfung von anti-sozialen Verhaltensweisen“ (wie z. B. organisierte Kriminalität) ab.

Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung

Yokogawa bietet Schulungen und Informationen zum Thema Compliance an, um seine Beschäftigten für das Thema zu sensibilisieren. Dadurch fördern wir eine Unternehmenskultur der gerechten, transparenten und offenen Ausübung unserer Geschäftstätigkeiten.

Seminare und Informationen zum Thema Compliance

Im Geschäftsjahr 2017 haben wir weltweit in verschiedenen Konzernunternehmen Compliance-Seminare durchgeführt. Auf diese Weise möchten wir für das Thema Compliance sensibilisieren und sicherstellen, dass es in allen Unternehmen des Konzerns verankert ist. In unseren japanischen Unternehmen bieten wir zudem entsprechende Schulungen bei Beförderungen, Auslandsreisen oder Neueinstellungen an. Für unsere Unternehmen außerhalb Japans organisieren wir außerdem umfassende E-Learning-Schulungen.

Anwendung der Compliance-Richtlinie

Unsere Compliance-Richtlinie enthält konkrete Verhaltensvorschriften und Informationen zum Thema Compliance. Diese Richtlinie wird beim Eintritt in das Unternehmen an alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgegeben. Die Richtlinie ist auf Japanisch, Englisch, Chinesisch und Portugiesisch verfügbar und wird in allen Konzernunternehmen verwendet.

Aktuelles zum Thema Compliance

Unsere „Compliance News“ erscheinen alle zwei Monate. Anhand aktueller, auf die Kultur der einzelnen Standorte abgestimmter Themen und Berichte zu aktuellen Skandalen in anderen Unternehmen möchten wir auf diesem Wege unsere Beschäftigten für das Thema Compliance sensibilisieren.

Überarbeitung des Handbuchs mit Fallstudien zu Compliance-Verstößen

Wir haben ein Handbuch mit „Fallstudien zu Compliance-Verstößen“ erstellt. Dieses Handbuch wird jedes Jahr um neue Fallbeispiele aus dem Konzern und aus anderen Unternehmen ergänzt. Die Fallbeispiele sollen als Lektionen aus dem wahren Leben dienen. Die überarbeiteten Fassungen werden veröffentlicht und für alle Beschäftigten verfügbar gemacht.

Compliance-Woche

Um für das Thema Compliance zu sensibilisieren und es bei allen Beschäftigten zu verankern, haben wir für unsere Unternehmen in Japan eine „Compliance-Woche“ organisiert. Im Rahmen dieser Kampagne wurden E-Learning-Schulungen angeboten und waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert, eigene Slogans zum Thema Compliance zu entwickeln.

Umfrage zum Bewusstsein für das Thema Compliance

Mit einer Umfrage erfragen wir jedes Jahr das Bewusstsein unserer Beschäftigten für das Thema Compliance. Anhand der Umfrageergebnisse wird das Bewusstsein für das Thema für jeden Standort und jede Position visualisiert und im Rahmen von Veranstaltungen der Unternehmen weltweit vorgestellt.

Nutzung des Beratungs- und Meldesystems

Damit wir Probleme im Bereich Compliance schnell ermitteln und lösen können, haben wir eine Anlaufstelle eingerichtet, an die Meldungen von Compliance-Verstößen und Fragen gerichtet werden können. In Japan stehen zwei Hotlines zur Verfügung: eine interne Hotline und eine mit Rechtsanwälten besetzte externe Hotline.

Beschäftigte können sich anonym oder unter Angabe ihres Namens an die interne Hotline wenden und Compliance-Verstöße melden oder sich bezüglich Compliance-Fragen beraten lassen. Die personenbezogenen Daten von Personen, die sich an die externe Hotline wenden, werden nicht an das Unternehmen weitergegeben. Sowohl die interne als auch die externe Hotline ist über E-Mail, telefonisch oder postalisch erreichbar. Jeder Fall wird umgehend im Einklang mit dem dafür geltenden Handbuch untersucht. Dabei bleibt die Identität des Meldenden zu jeder Zeit vertraulich.

 
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