Ready to take off? Studie zum Thema Leadership und Industrie 4.0- Teil 1

Ready to take off? Studie zum Thema Leadership und Industrie 4.0- Teil 1

April 13, 2019

Laut der kürzlich veröffentlichten Studie „Success personified in the fourth industrial revolution“ des Beratungsunternehmens Deloitte fühlen sich Unternehmen nur mäßig auf die vierte industrielle Revolution vorbereitet. Bei der Studie wurden global über 2000 Führungskräfte auf C-Ebene befragt, davon 130 Führungskräfte deutscher Unternehmen.

Themen waren die 4 Schwerpunkte:

  • Soziales
  • Strategie
  • Technologie
  • Talentförderung

Was sind die Chancen und Herausforderungen von Industrie 4.0?

Im Vergleich zur Vorjahresstudie haben die Manager auf C-Level fundiertere Kenntnisse der Herausforderungen von Industrie 4.0 gewonnen und fühlen sich besser vorbereitet im Umgang mit den Aufgabenstellungen. Was jedem klar sein sollte- Industrie 4.0 betrifft nicht nur Unternehmen, sondern auch die gesamte Arbeitswelt und damit unsere Gesellschaft. Es ist ein Transformationsprozess, mit dem sich auch bisher eher konservative, an alten, bewährten Mustern festhaltende Unternehmen auseinandersetzen müssen.

Umso interessanter sind daher die Erkenntnisse der jüngst veröffentlichten Studie von Deloitte.

Was unterscheidet die Führungskräfte, welche die größten Fortschritte erzielt haben, von anderen?

  • Stärkeres Investment in disruptive Technologien
  • Öfters datenbasierte Entscheidungen
  • Mitarbeiter werden häufiger im Hinblick auf die zukünftige Arbeitswelt aus- bzw. weitergebildet
  • Ethische Aspekte spielen beim Einsatz von Industrie 4.0-Technologien eine Rolle

 

Aus diesen Erkenntnissen erstellt Deloitte 4 Personas als mögliche Rollenmodelle für C-Level-Führungskräfte:

  • Social Supers
  • Data -driven Decisives
  • Disruption Drivers
  • Talent Champion

Leadership- Persona: Social Supers

Tu Gutes und sei gut darin!

Social Supers: Tu Gutes und sei gut darin!

Bildquelle: Deloitte

Die erste von Deloitte entwickelte Persona sind die „Social Supers“.

Unsere fiktive Persona: Lars, 48 Jahre alt, ist CEO eines internationalen Energiekonzerns. Er legt großen Wert darauf, dass sich das Unternehmen sozial engagiert und nachhaltige Produkte herstellt. Neben den erneuerbaren Energien geht es Lars bei der konventionellen Energieerzeugung darum, diese Energien möglichst nachhaltig zu produzieren, um den CO²-Ausstoß zu reduzieren.

Führungskräfte wie Lars haben erkannt, dass die gesellschaftliche Wahrnehmung des Unternehmens eine hohe Priorität für die gesamte Organisation hat. Viele tun sich allerdings schwer damit, positive gesellschaftliche Entwicklungen mit Profit zu verbinden. Was macht also diese Leader aus, die einerseits gut darin sind, Gutes zu tun und andererseits Gewinne damit erwirtschaften?

Die Social Supers haben erkannt, dass soziale Initiativen grundlegend für das Geschäftsmodell im Zeitalter von Industrie 4.0 sind. Sie schaffen neue Umsätze durch soziale oder nachhaltige Produkte und Services. Dahinter steht die fest verankerte Einstellung, dass soziale Initiativen zum Wachstum eines Unternehmens beitragen.

Investment in disruptive Technologien

Darüber hinaus sind Social Supers offener für Neues: 42% von ihnen investieren in disruptive Technologien und sind sich sicher, ihre Organisation auf die Möglichkeiten von Industrie 4.0 vorzubereiten (39% vs. durchschnittlich 31 %). Auch sind sie sicher, ihre Organisation auf eine Arbeitsumgebung, die Industrie 4.0-fähig ist, vorbereitet zu haben. Im Zuge dessen sind sie dazu bereit, ihre Angestellten entsprechend ausbilden und weiterbilden zu lassen. Auch die ethische Verwendung von Industrie 4.0 spielt bei dieser Persona bei allen Überlegungen zu dieser Thematik eine entscheidende Rolle.

Während man stets das „Big Picture“ im Kopf behält, sind die Entscheidungen vornehmlich datengestützt.  Bei der Entscheidungsfindung wird zusätzlich der direkte Input von relevanten Stakeholdern eingeholt.

Im globalen Vergleich sind deutsche Führungskräfte eher bereit, die jährliche Unternehmensperformance an den gesellschaftlichen Auswirkungen zu bewerten, siehe Abbildung unten.

Quelle: Deloitte

Leadership – Persona: Data-driven decisives

Mit einem systematisch-analytischen Ansatz zum Ziel

Bildquelle: Deloitte

Samir, 39 Jahre alt, CFO eines internationalen Pharmakonzerns, macht keine halben Sachen: Bei seinen Entscheidungen lässt er sich von Daten lenken. Nur mittels solide recherchierter Geschäftsanalysen und Insights ist eine fundierte Entscheidung möglich. An alten Mustern muss nicht festgehalten werden, sollten die Analysen ein anderes Bild ergeben.

Mit ihrem systematisch-analytischen Ansatz sind die Data-driven Decisives ziemlich erfolgreich: Bei 46% von Ihnen betrug das jährliche Umsatzwachstum mehr als 5%. Zudem ist ein sehr hohes Bestreben, Mitarbeiter ausführlich auf die Anforderungen für Industrie 4.0 zu trainieren, spürbar (69% vs. 41%).

Sie möchten wissen, welche Personas noch beschrieben werden? Dann lesen Sie Teil 2 unseres Artikels!

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