Next Normal in industriellen Services

Next Normal in industriellen Services

24. Juni 2021

Vorteile der Smart Work

Benötigen wir in Zukunft noch einen festen Arbeitsplatz? Sind standardisierte Zeiten und Organisationsstrukturen überhaupt noch zeitgemäß? Und überhaupt: Wie sieht das Next Normal in industriellen Services aus?

Denn fest steht:

Unternehmen müssen agil und smart sein. Ob es nun die cybersecurity-gesicherte Remote-Inbetriebnahme einer neuen Maschine ist. Oder cybersecurity-gesicherte Remote Lösungen für die Installed Base – digitale industrielle Services tragen einen extrem hohen Beitrag zur Unternehmens-Profitabilität bei. So ist beispielsweise das Wissen von Know-How-Trägern  dank des Wissensmanagements samt des Single Source of Truth schneller und gezielter an verschiedene Unternehmenseinheiten offener und zugänglicher weiterzugeben. Durch den Einsatz von Artificial Intelligence (AI) und Machine Learning (ML) haben wir in der Folge die Möglichkeit, Daten auszuwerten und in eine übersichtliche, klare, präzise sowie für jedermann verständliche Form zu bringen. Informationen werden auf diese Weise verdichtet.

Somit können die Arbeitsprozesse eines Operators maßgeblich effizienter gestaltet werden. Damit man nun aus der digitalen Transformation den bestmöglichen Nutzen ziehen kann, bedarf es selbstverständlich der richtigen Technologie. Diese ist im Optimalfall passgenau für konkrete Anwendungsfälle. Mit den richtigen Konzepten können die Weichen für den Weg in die neue Arbeitswelt in industriellen Services korrekt gestellt werden.

„Wir haben die digitale Transformation von zwei Jahren in zwei Monaten erlebt.“
Satya Nadella, Microsoft-CEO

Microsoft CEO Satya Nadella hat in seinem Quartalsbericht an die Wall Street Ende April 2020 unter anderem die folgenden Zahlen offen gelegt: Im April gab es mehr als 200 Millionen Microsoft Teams Meeting-Teilnehmer an einem einzigen Tag. Diese haben mehr als 4,1 Milliarden Meeting-Minuten generiert. Außerdem hat Teams mittlerweile täglich mehr als 75 Millionen aktive Nutzer. Zwei Drittel von ihnen haben auch Dateien auf Teams geteilt, zusammengearbeitet oder mit diesen interagiert.

Unter anderem bedingt durch die Covid-Pandemie hat das Internet der Dinge die Industrie erreicht. Selbst Unternehmen, die bereits Digitalisierungsprogramme gestartet hatten, mussten ihre Konzepte neu bewerten, um intelligentere und resilientere Prozesse zu etablieren.

Smart Work ist kein Buzz Word mehr, sondern gelebte Realität!

Die Veränderungen der Arbeitswelt sind bereits realer denn je. Exemplarisch sei an dieser Stelle unsere Arbeit im Homeoffice genannt. Innerhalb kürzester Zeit konnten wir auf eine komplett digitale Kommunikation und die Nutzung digitaler Prozesse (Stichwort: Workflow Management etwa bei Freigabeprozessen) umstellen. Anstelle von Papierbelegen haben sich mittlerweile digitale Rechnungen etabliert. Diese sind umweltschonend, dabei aber auch effizienter im Vergleich zu den bislang verwendeten analogen Geschäftsprozessen. Das Megathema ‚Smart Work‘ in unserer heutigen Zeit hat auch einen starken Einfluss auf die komplette Industrie. Die umfassende Vernetzung von Assets und diversen Abteilungen im industriellen Internet der Dinge ermöglicht Mitarbeitern* innen einen einfachen Austausch von Informationen in Echtzeit. Und das zu jeder Zeit und überall.

Konkret erfolgt dies durch die folgenden einzelnen Schritte:

  • Schritt 1: DIGITIZATION, Digitalisierung von Daten.
  • Schritt 2: DIGITALIZATION, Digitalisierung der Abläufe (operativ/ administrativ) in einem Betrieb und das Umwandeln von Daten in Informationen. Anhand der DIGITIZATION und der DIGITALIZATION ergeben sich dann die Möglichkeiten der Vernetzung und Transparenz. Und zwar basierend auf einer Single-Source-of-Truth. Darauf fußend erfolgt die digitale Transformation, in deren Rahmen Synergieeffekte (intern sowie extern) generiert werden können. Und zwar mit dem Ziel, die Effizienz der Supply-Chain zu optimieren oder eben auch, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren (erfinden). Zudem hilft dies dabei, digitale Informationen mit vorhandenen Möglichkeiten (Vernetzung, Transparenz,) auf neue Weise zu nutzen. Die intelligente Auswertung der gewonnenen Informationen stärkt zudem die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens gegen sich ändernde Rahmenbedingungen. Kurzum: Die Digitalisierung öffnet die Möglichkeiten der Kommunikation untereinander und leistet einen progressiven Beitrag zur Unternehmensstrategie.

Vorsprung mit Smart Work in industriellen Services

Eine kluge Arbeitsweise in Sinfonie mit Menschen, Technologien und Prozessen …

… minimiert das Risiko!

Die Prozessindustrie verfügt über eine komplexe DCS-Umgebung resultierend unter anderem durch beispielsweise den Umstand, dass mehrere Systemgenerationen über mehrere Lieferanten hinweg zeitgleich existieren. Ein einheitliches Prozedere, welches auf handlungsempfehlenden Daten basiert, optimiert an erster Stelle die Laufzeit der Anlage. Darüber hinaus minimiert es das Risiko, weil intelligente Technologien alle Risiken erfassen und auf ein akzeptables Niveau bringen können. Kurzum: Ein einwandfreier Systemzustand sowie eine optimale Systempflege werden sichergestellt.

… steigert die Personaleffizienz!

Der Anlagenbetrieb ist hoch komplex und bedingt durch den demographischen Faktor steht deutlich weniger erfahrenes Personal für die industriellen Services vor Ort zur Verfügung. Zudem liegen wichtige Informationen an unterschiedlichen Stellen ab. Wenn wir beispielsweise Informationen aus der Feldebene mit kostengünstigen IIoT M+O-Sensoren (Monitoring + Optimization gemäß dem Namur Open Architecture-Konzept: Sushi Sensoren) digitalisieren und in einem Single Source of Truth aufnehmen, erzeugen wir eine einheitliche Wissensdatenbank. Der Charme dabei: Die Zusammenarbeit erfolgt reibungslos, sicher, effektiv über eine zentrale Schnittstelle – für korrekte Prozesse und zur Vermeidung menschlicher Fehler.

… schöpft das Potenzial von cybersecure-gesicherten Remote Lösungen systematisch weiter aus!

Ferngesteuerte Arbeitsabläufe sind die neue Normalität. Voraussetzung dafür ist die immerwährende Konvergenz von OT und IT. Die Konvergenz von OT und IT erfordert wiederum eine grundlegende Umgestaltung der Infrastruktur, so dass hochgradig kohärente Daten und eine lückenlose Integration von Unternehmens- und OT-Daten gewährleistet wird. Die tragenden Säulen sind hierfür ohne Frage Funktionale Sicherheit und profunde Cybersecurity-Management-Konzepte, die auf IEC 62443, ISO/IEC 27001, NIST-Rahmenbedingungen und nationalen Standards wie denen des BSI und den NAMUR-Anforderungen basieren. Raffinierte Egde-Systeme wie der Collaborative Information Server (CI-Server) öffnen die klassische Automatisierungspyramide für Smart Manufacturing.


Smart Manufacturing: Grenzen lösen sich auf – Anforderungen bleiben

Durchführung von „Optimierungs“-Projekten

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