Smart Manufacturing: Grenzen lösen sich auf – Anforderungen bleiben

Smart Manufacturing: Grenzen lösen sich auf – Anforderungen bleiben

8. Juni 2021

Soviel wir auch über die Möglichkeiten und Chancen der digitalen Transformation diskutieren: Die Automatisierung beginnt  nach wie vor nah am verfahrenstechnischen Prozess in Feld und  Messwarte. Doch die technologische Weiterentwicklung weitet sich jenseits der klassischen Automatisierung mit dem Strukturelement der Pyramide aus. Die robuste Automatisierungstechnik konvergiert immer mehr mit der IT. Diese galt noch vor einigen Jahren als nicht stabil und sicher genug für den Produktionsbetrieb.  Die Anforderungen hinsichtlich mehr Flexibilität in der Produktion bewahrheiten dies mehr denn je. Die Architekturen werden modularer und dezentraler. Und dabei machen sie keinerlei Abstriche in Bezug auf die funktionale oder aber die Cyber Sicherheit. Diese gilt es auch in einer Industrie 4.0 zu erhalten. Und zwar unabhängig davon, ob das Konzept noch so modular und dezentral ist.

Vernetzung ermöglicht es, wirtschaftlich attraktive Produktions- und Geschäftsabläufe zu realisieren

Der einzelne Produktionsbetrieb ist schon heute in ein komplexes Netzwerk eingebunden, in dem Automatisierungs- und Informationstechnik immer mehr miteinander konvergieren. Erst diese Vernetzung ermöglicht es, wirtschaftlich attraktive Produktions- und Geschäftsabläufe zu realisieren. Die Integration von Daten über Betriebe, Standorte, Unternehmen und Wertschöpfungsketten hinweg wird noch mehr Flexibilität und Effizienz erschließen.
Entsprechende Remote-Anbindungen ermöglichen Fernwartung, zentralisierte Bedienung und Beobachtung. Daneben aber  auch die Unterstützung von Wartungseinsätzen durch mobile Endgeräte.

Öffnen und sichern

Damit werden die Netzwerke immer komplexer und schaffen es auch, mehr Daten für weitere Anwendungsfälle zu verarbeiten. Doch unsere Automatisierungspyramide ist nicht für die Vielzahl der neuen möglichen und geforderten Anwendungsfälle konzipiert worden. Wir müssen Sie also öffnen und sichern. Und zwar an den Stellen, sprich Anwendungsfällen, an denen dies auch Nutzen schafft.

 

 

Insgesamt muss ein höherer Grad an Konnektivität in der Prozessindustrie erreicht werden. Das Ziel dabei ist es, somit eine schnelle dezentrale Datenverarbeitung am Rande der Automatisierungspyramide umsetzen zu können. Es gilt, die Assets aus dem Feld einer Prozessanlage mit den zusätzlichen nicht prozessrelevenaten Diagnosedaten aus dem IIoT mit kontinuierlich großen Datenmengen zu kombinieren.

Die Infrastruktur eines Netzwerkes, und sei es noch so performant ausgelegt, darf bei der Übertragung dieser Datenmengen in übergeordnete Cloud-Lösungen nicht der Flaschenhals sein. Edge-Systeme, angepasst an die Bedürfnisse, besonders an die neuen Anwendungsfälle der Prozessautomation, bieten eine zuverlässige und kundenspezifische Lösung, um den Datenstaus und dem Chaos vorzubeugen.

Neben der generellen sicheren Öffnung von Automatisierungsstrukturen, erweitern Edge-Systeme die Produktion um Smart-Manufacturing-Anwendungsgfälle.

  1. Smart Maintenance – Einbindung von IIoT Netzwerken und Umsetzung von digitalen Industrie Services
  2. Global Remote Operation-Konzepte kombiniert mit Mobile Operations
  3.  Optimierung basierend auf KI und Machine Learning
  4. Flexible Produktion durch einfache Einbindung und Orchestrierung von Prozessmodulen

Für Unternehmen aus der Prozessindustrie bietet der Übergang zu einer durch Edge-Systeme offenen Architektur die Chance, Fertigungs- und Betriebsabläufe zu optimieren. Daneben aber auch die Gelegenheit, den Wert bereits existierender Systeme sowie Daten zu erschließen und zu steigern. Eine industrielle Cloudarchitektur spiegelt das Zusammenspiel bestehender und künftiger Systeme wider, indem Anlagen- und Betriebsprozesse auf die Wertschöpfungsketten abgestimmt werden. Anders als bei herkömmlichen Konzepten geht die DX-Architektur von den Marktanforderungen und Kundenerfahrungen aus. Sie erstreckt sich über die Anwendungen und Betriebsprozesse bis hin zu Hardware und Daten. Yokogawa unterstützt seine Kunden bei der Implementierung dieser Architektur mit einer breit gefächerten Palette an Services. Zu diesen gehören unter anderem individuelle Beratung, Anwendungstechnik, Systemintegration, Bereitstellung, Schulung und Instandhaltung.


Durchführung von „Optimierungs“-Projekten

Gute Daten – gutes Geld?

 

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Noch keine Kommentare

Seien Sie der Erste, der einen Kommentar schreibt.

Ihre Daten sind sicher!Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht. Es werden keine Daten mit Dritten geteilt.