Krebsfrüherkennungstest N-NOSE: Yokogawa und Hirotsu Bio Science vereinbaren Zusammenarbeit

Ratingen, 3. März 2021

Die Yokogawa Electric Corporation und Hirotsu Bio Science Inc. (HBS) haben eine Investitions- und Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, den Einsatz des Krebsfrüherkennungstests N-NOSE® von HBS voranzutreiben, der den hochempfindlichen Geruchssinn von Fadenwürmern zur Krebserkennung nutzt. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Yokogawa in HBS investieren und für die Herstellung und Instandhaltung der automatischen Analysegeräte für N-NOSE® zuständig sein. Die beiden Unternehmen beabsichtigen zudem, neue automatische Analysegeräte zu entwickeln und das globale Wachstum des N-NOSE-Geschäfts zu fördern.

From left: Hiroshi Nakao, a Yokogawa vice president and head of the Life Innovation Business Headquarters; Takaaki Hirotsu, HBS’s president and CEO
Hiroshi Nakao, Vice President von Yokogawa und Leiter des Life Innovation Business Headquarters (links); Takaaki Hirotsu, President/CEO von HBS
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Die Hauptprobleme bei der Krebsvorsorge sind die schwierige Erkennung von Krebs in einem frühen Stadium und die Tatsache, dass sich nicht genügend Menschen diesen Tests unterziehen. Dies liegt daran, dass es keine primäre Screening-Methode gibt, mit der sich viele Krebsarten mit hoher Genauigkeit und zu geringen Kosten erkennen lassen. Diese Problematik hat sich während der COVID-19-Pandemie zugespitzt, da viele Menschen mit Grunderkrankungen aus Angst davor, sich mit dem Virus zu infizieren, zögern, medizinische Einrichtungen aufzusuchen und sich testen zu lassen.

Der N-NOSE-Test zur Krebserkennung ist eine Lösung für diese Probleme. Um diesen Früherkennungstest jedoch einem breiteren Marktsegment anbieten zu können, muss HBS die Produktion seiner automatischen Analysegeräte hochfahren. Mit Yokogawas Fertigungskapazitäten und Expertise in den Biowissenschaften können die beiden Unternehmen ein System für die Massenproduktion und Instandhaltung dieser automatischen Analysegeräte aufbauen und die steigende Nachfrage nach Tests dieser Art bedienen. HBS und Yokogawa werden auch bei der Entwicklung von automatischen Analysegeräten der nächsten Generation und der globalen Expansion des N-NOSE-Geschäfts zusammenarbeiten. Für dieses Geschäft wird HBS die Technologie und das Know-how für das Krebsscreening mithilfe von Fadenwürmern bereitstellen, während Yokogawa seine Kernkompetenzen in den Bereichen Mess-, Steuerungs- und Informationstechnologien sowie sein globales Netzwerk einbringen wird, das sich über 62 Länder weltweit erstreckt.

Der Primärscreening-Test N-NOSE arbeitet mit Fadenwürmern (Nematoden). Dies sind etwa einen Millimeter lange Organismen, die über einen ausgezeichneten Geruchssinn verfügen, kostengünstig zu züchten sind und Krebs über Spuren von Geruchsstoffen in Urinproben erkennen können. Forschungen von HBS haben gezeigt, dass Nematoden in der Lage sind, mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 86 Prozent1 15 verschiedene Krebsarten2 in einem sehr frühen Stadium (0 oder 1) zu erkennen, darunter Magen-, Darm- und Lungenkrebs. Dieser umfassende Krebstest erfordert nur die einmalige Abgabe einer Urinprobe und ist wesentlich kostengünstiger in der Anwendung als andere derzeit verfügbare Tests.

Nachdem HBS die Entwicklung seiner eigenen automatischen Analysegeräte abgeschlossen hatte, wurde der N-NOSE-Test im Januar 2020 am Markt eingeführt. Angesichts der COVID-19-Pandemie plant das Unternehmen nun für das Frühjahr 2021 die Markteinführung eines „N-NOSE at home“-Tests in Japan, der zu Hause durchgeführt werden kann.

*1 Basierend auf Daten der Japanese Association for Cancer Prevention (Juni 2019), der Japan Society of Ningen Dock (Juli 2019) und der Japanese Association for Cancer Detection and Diagnosis (August 2019)
*2 Magen, Darm, Lungen, Brust, Bauchspeicheldrüsen, Leber, Prostata, Gebärmutter, Speiseröhren, Gallenblasen, Gallengangs, Nieren, Blasen, Eierstock und Speiseröhrenkrebs

Über HIROTSU BIO SCIENCE INC.

  • Gründung: August 2007
  • President/CEO: Takaaki Hirotsu
  • Geschäftstätigkeit: Forschung, Entwicklung und Vertrieb eines Krebsfrüherkennungstests basierend auf dem Geruchssinn von Fadenwürmern
  • Website: https://hbio.jp/en/
  • N-NOSE: https://hbio.jp/en/srv/nnose1

Über Yokogawa

Yokogawa unterhält ein weltweites Netzwerk von 114 Unternehmen an Standorten in 62 Ländern. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung 1915 auf zukunftsweisende Forschung und innovative Produkte spezialisiert. Industrielle Automatisierung, Test- und Messausrüstung sowie innovative Produkte wie z.B. für die Gesundheits- und Luftfahrttechnologie sind die Hauptgeschäftsfelder von Yokogawa. Mit dem Geschäftsbereich Life Innovation möchte das Unternehmen die Produktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Pharma- und Lebensmittelindustrie deutlich verbessern. Die wichtigsten Zielmärkte der industriellen Automatisierung sind die chemische und pharmazeutische Industrie, die Öl- und Gasindustrie, die Energieindustrie, die Eisen- und Stahlindustrie, die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Lebensmittelindustrie.

Etwa 200 Mitarbeiter der europäischen Yokogawa-Organisation sind an verschiedenen Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland und am Sitz der Yokogawa Deutschland GmbH in Ratingen beschäftigt; rund 80 Automatisierungs-, Elektrotechnik- und Verfahrensingenieure arbeiten bei Yokogawa Deutschland an der Konzeption, Planung und Umsetzung von Automatisierungslösungen. In Europa besitzt Yokogawa einen eigenen Vertrieb sowie eigene Service- und Engineering-Organisationen. Yokogawa Europe B.V. wurde 1982 als Zentrale für Europa in Amersfoort, NL, gegründet.

Weitere Informationen zu Yokogawa finden Sie unter www.yokogawa.com/de/.
Pressekontakt: Chantal Guerrero, Tel.: 02102-4983-134, chantal.guerrero@de.yokogawa.com
Yokogawa Deutschland GmbH, Broichhofstr. 7-11, D-40880 Ratingen

Zugehörige Produkte & Lösungen

  • Life Innovation

    Die Anwendung von Messungen, Steuerung, Informationstechnologie und Life Science führt zu einer grundlegenden Verbesserung der Produktivität in der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei der Grundlagenforschung bis hin zu Logistik und Services.

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