CO2 -neutraler Industriekomplex: Yokogawa nimmt interindustrielles Studienprojekt in Angriff

Ratingen, 23. August 2021

Die Yokogawa Electric Corporation hat ein interindustrielles Studienprojekt gestartet, das zur Errichtung eines CO2-neutralen Industriekomplexes führen soll. Die Kooperationsarbeit hat jetzt im Bezirk Goi in der Stadt Ichihara, Japan, begonnen. Die Studie soll darlegen, ob und inwieweit eine Zusammenarbeit von Unternehmen verschiedener Branchen im Bereich des Kohlenstoff-Recyclings machbar ist. Zudem sollen Daten zu den aktuellen Energiebilanzen ihrer Industrieanlagen sowie zur Abscheidung und Wiederverwendung des von ihnen emittierten Kohlendioxids (CO2) erhoben werden. Das Projekt soll die Grundlagen für Unternehmen schaffen, die bis zum Jahr 2050 Netto-Null-Emissionen für den gesamten Industriekomplex anstreben. Die Studie wurde von der New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) in Auftrag gegeben.1

Interindustrielle Zusammenarbeit in einem Unternehmen mit Technologie für Kohlenstoff-Recycling
Interindustrielle Zusammenarbeit in einem Unternehmen mit Technologie für Kohlenstoff-Recycling

Im Pariser Abkommen haben sich die unterzeichnenden Staaten darauf verständigt, die Treibhausgasemissionen bis zur zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts praktisch auf Null zu reduzieren. Einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge, wird die Technologie zur Kohlenstoffabscheidung, - nutzung und -speicherung (CCUS), mit der CO2-Emissionen aus Industrieanlagen sowie CO2 in der Atmosphäre abgeschieden werden, etwa 15 % der gesamten erforderlichen CO2-Reduzierung ausmachen, um CO2-Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2070 zu verwirklichen. Japan möchte bis 2050 CO2-neutral werden. Laut einer Erklärung des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie vom Dezember 2020 spielt das Kohlenstoff-Recycling eine Schlüsselrolle in Japans Strategie für grünes Wachstum, und Innovationen in diesem Bereich durch öffentlich-private Partnerschaften werden aktiv gefördert.

Nachdem diese Studie im Februar von der NEDO in Auftrag gegeben wurde, hat Yokogawa Unternehmen im Bezirk Goi und angrenzenden Bezirken, die Anlagen mit hohen CO2-Emissionen betreiben, eine Zusammenarbeit vorgeschlagen und eine Umfrage u.a. zu CCUS-Technologien durchgeführt. Jetzt prüft Yokogawa gemeinsam mit diesen Unternehmen, ob ein Kohlenstoff-Recycling tatsächlich durchführbar ist und legt dabei den Schwerpunkt auf die drei Aspekte „effektive Material- und Energienutzung“, „CO2-Abscheidung und -Verwertung“ sowie „Wasserstoffwirtschaft“. Für diese Studie bringt Yokogawa das Know-how der gesamten Yokogawa Group ein.

Durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus den verschiedensten Industriezweigen möchte Yokogawa die CO2-Emissionen auf Null reduzieren und so zur Erreichung einer kohlenstoffneutralen Gesellschaft beitragen – einem von Yokogawas erklärten drei Nachhaltigkeitszielen.

By cooperating with partners in the survey across multiple industries, Yokogawa is aiming to achieve net-zero CO2 emissions for the entire community, and contribute to the achievement of a carbon-neutral society that is one of the company's “Three goals” for sustainability.

1Projektinhalte

  • Kohlenstoff-Recycling und Entwicklung von Technologien zur thermischen Stromerzeugung der nächsten Generation / Förderung von Technologien zur thermischen Stromerzeugung der nächsten Generation / Machbarkeitsstudie für das Kohlenstoff-Recycling durch eine interindustrielle Zusammenarbeit in Industriekomplexen usw. / Studienprojekt zur interindustriellen Zusammenarbeit im Bezirk Goi der Stadt Ichihara in der Präfektur Chiba, Japan
  • Projektzeitraum: GJ2020 bis GJ2022

 

Über Yokogawa

Industrielle Automatisierung, Test- und Messausrüstung sowie innovative Produkte wie z.B. für die Gesundheits- und Luftfahrttechnologie sind die Hauptgeschäftsfelder des Unternehmens. Yokogawa unterstützt seine Kunden bei der Bewältigung der immer komplexer werdenden Aufgaben in der Produktion, im Betriebsmanagement und bei der Optimierung von Anlagen, Energieverbrauch und Lieferketten mit digital gestützter intelligenter Fertigung, die den Übergang zu autonomen Abläufen ermöglicht.

Seit seiner Gründung 1915 hat sich Yokogawa auf zukunftsweisende Forschung und innovative Produkte spezialisiert und setzt sich mit seinen 17.500 Mitarbeitern in einem globalen Netzwerk von 119 Unternehmen in 61 Ländern für eine nachhaltigere Gesellschaft ein.

Etwa 200 Mitarbeiter der europäischen Yokogawa-Organisation sind an verschiedenen Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland und am Sitz der Yokogawa Deutschland GmbH in Ratingen beschäftigt; rund 80 Automatisierungs-, Elektrotechnik- und Verfahrensingenieure arbeiten bei Yokogawa Deutschland an der Konzeption, Planung und Umsetzung von Automatisierungslösungen. In Europa besitzt Yokogawa einen eigenen Vertrieb sowie eigene Service- und Engineering-Organisationen. Yokogawa Europe B.V. wurde 1982 als Zentrale für Europa in Amersfoort, NL, gegründet.

Weitere Informationen zu Yokogawa finden Sie unter http://www.yokogawa.com/de/.
Pressekontakt: Chantal Guerrero, Tel.: 02102-4983-134, chantal.guerrero@de.yokogawa.com
Yokogawa Deutschland GmbH, Broichhofstr. 7-11, D-40880 Ratingen


 
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