IA2IA

In einem Geschäftsumfeld, das von hoher Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Unklarheit geprägt ist, greifen Hersteller in den Prozessindustrien in zunehmendem Maße auf neue digitale Technologien zurück, um ihre Betriebe umzugestalten, Kosten zu kontrollieren, Ausfallzeiten zu reduzieren und die Rentabilität zu verbessern. 

Um diese Herausforderung zu bewältigen, haben sich Unternehmen der Prozessindustrie Ziele für die intelligente Produktion (Smart Manufacturing) gesetzt, welche durch die Anwendung der Technologien der digitalen Transformation erreicht werden sollen. Yokogawa ist der Überzeugung, dass für viele Anlagenbetreiber der autonome Betrieb der richtige Weg ist, um ihre Ziele in Sachen Smart Manufacturing zu erreichen. 

 

IA2IA – Von der industriellen Automatisierung zur industriellen Autonomie 

IA2IA-Logo

Der zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorhandene Automatisierungsgrad stellt für alle Unternehmen den Ausgangspunkt dar.

IA2IA ist das, was Yokogawa als den Übergang von der industriellen Automatisierung zur industriellen Autonomie ansieht.

 

Was bedeutet „industrielle Autonomie“?

Autonomie bedeutet, unabhängig zu sein oder sich selbst kontrollieren oder regieren zu können. Damit unterscheidet sie sich bereits im Grundsatz von der Automatisierung, bei der eine Abfolge hochgradig strukturierter, vorprogrammierter Aufgaben ausgeführt wird, welche eine Beaufsichtigung und oftmals eine Intervention durch den Menschen erfordern. Industrielle Autonomie bedeutet, dass Anlagen und Betriebsabläufe über Lern- und Anpassungsfähigkeiten verfügen, die Reaktionen mit minimaler menschlicher Interaktion ermöglichen, so dass die Bediener in die Lage versetzt werden, übergeordnete Optimierungsaufgaben durchzuführen. 

Automatisierung vs. Autonomie

 

Was ist ein „Autonomer Betrieb“?

Ein autonomer Betrieb ist die höchste Ebene der industriellen Autonomie und stellt einen Idealzustand dar, in dem der Betrieb über eine gesamte Wertschöpfungskette vollständig autonom funktioniert. Der autonome Betrieb kann definiert werden als Anlagen und Betriebsabläufe, die über menschenähnliche Lern- und Anpassungsfähigkeiten verfügen, die es ihnen ermöglichen, ohne Eingreifen des Bedieners auf Situationen innerhalb eines sicheren, abgegrenzten Bereichs zu reagieren, die nicht vorprogrammiert oder bei der Konzeption vorweggenommen sind, und die für alle sicherheitskritischen Funktionen verantwortlich sind. In einem vollständig autonomen Betrieb (kein menschliches Eingreifen erforderlich) führt das kognitive System alle Aspekte des Betriebs aus.

 

Autonomieebenen – ein schrittweiser Übergang

In der Zukunft wird sich die Autonomie auf verschiedene Funktionsbereiche ausdehnen, darunter auf die Prozessregelung und den Betrieb, die Produktionsplanung, auf das Lieferkettenmanagement, Feldeinsätze sowie auf die Instandhaltung und das Engineering. Ein direkter Sprung zum autonomen Betrieb ist nur sehr schwer zu erreichen. Aus diesem Grund hat Yokogawa ein Reifegradmodell entwickelt, um festzustellen, wo Unternehmen heute stehen und wo sie in Zukunft stehen müssen.

Autonomieebene

Ebene (Level) 0-1 MANUELL/HALBAUTOMATISIERT
Eine Produktionsanlage ist nur minimal instrumentiert und automatisiert. Viele Vorgänge werden manuell mit Anweisungen und Aufzeichnungen auf Papier durchgeführt. Das Automatisierungssystem führt bestimmte Produktionsabläufe durch, um fehleranfällige Vorgänge zu eliminieren und die Produktivität zu steigern.

Ebene (Level) 2 AUTOMATISIERT 
Der Mensch ist für den sicheren Betrieb verantwortlich und wird dabei durch traditionelle Automatisierungssysteme unterstützt. Das Automatisierungssystem führt den Großteil der Produktionsabläufe durch und unterstützt Arbeitsabläufe sowie Wartungsaktivitäten, erfordert jedoch menschliche Beaufsichtigung und Eingriffe, um mit allem, was außerhalb des normalen Betriebs liegt, korrekt umzugehen.

Ebene (Level) 3 HALBAUTONOM 
Diese Ebene ist gekennzeichnet durch eine Mischung aus autonomen Komponenten und automatisierten Anlagen unter menschlicher „Aufsicht“. Eine autonome Komponente unterscheidet sich von automatisierten Komponenten durch ihre Lern-, Anpassungs- und Selbstoptimierungsfähigkeiten in Bezug auf Situationen, die nicht vorprogrammiert sind. Unternehmen auf dieser Autonomieebene setzen eine Reihe von ausgewählten autonomen Komponenten oder Anwendungen ein, die vom Menschen beaufsichtigt und kontrolliert werden.

Ebene (Level) 4 KOORDINIERTE AUTONOMIE 
Die meisten Anlagen arbeiten autonom, koordiniert und sind synchronisiert, um Produktion, Sicherheit und Wartung unter bestimmten Umständen oder Bedingungen zu optimieren. Diese Ebene führt autonome Komponenten mit entsprechenden Funktionalitäten zusammen, um als System zu agieren. Dennoch gibt es viele Aufgaben, die noch von Menschen ausgeführt werden, da nicht alle Betriebsbereiche auf dieser Ebene integriert sind. Zusätzlich müssen, wenn die jeweils nötigen Umstände und Bedingungen nicht gegeben sind, die Bediener die Kontrolle über den Betrieb übernehmen.  

Ebene (Level) 5 AUTONOMER BETRIEB 
Ein hochgradig idealisierter Zustand, in dem Anlagen autonom arbeiten und mit mehreren Betriebsbereichen integriert sind, die ebenfalls autonom arbeiten und sich auch auf Partner in der Lieferkette erstrecken. Der Betrieb läuft vollständig autonom ab und erfordert keinerlei menschliche Interaktion.

 

Über den autonomen Betrieb hinaus

Darüber hinaus sieht Yokogawa noch eine höhere Stufe der „Symbiotischen Autonomie“, die über den Betrieb hinausgeht und sich auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Branchen und Ökosystemen, wie Beispielweise dem Energiesektor, konzentriert.

Bei der „Symbiotischen Autonomie“ werden die autonomen Betriebsabläufe mehrerer kooperierender Ökosysteme zusammengeführt, um über eine einzelne Anlage hinauszuschauen und eine autonome Interaktion von Daten und Ressourcen zwischen einzelnen Anlagen zu erreichen. In einer Welt, die von Unternehmen erwartet, dass sie ihre Geschäftstätigkeit unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Schonung der Ressourcen unserer Erde betrachten, kann dieser Ansatz für ein viel breiteres Spektrum von Interessengruppen zu Ergebnissen führen, von denen alle profitieren..

Der Weg unserer Kunden zur industriellen Autonomie

Yokogawa nimmt eine führende Rolle ein, um die „Symbiotische Autonomie“ auf der ganzen Welt Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Was Vorreiter in der digitalen Transformation über den Weg zur Autonomie wissen müssen

Führungskräfte im Bereich der digitalen Transformation stehen vor der anspruchsvollen und komplexen Aufgabe, Betriebe zu transformieren, Menschen, Prozesse und Technologien zusammenzubringen und ihre Unternehmen auf dem Weg zu einer erfolgreichen digitalen Transformation zu führen, damit zukünftig die Betriebe nachhaltig, intelligent und autonom agieren. Um ein besseres Verständnis von IA2IA zu erlangen und Ihnen zum Erfolg auf Ihrem Weg zu verhelfen, laden wir Sie dazu ein, unser eBook zum Thema IA2IA zu lesen: „A Digital Transformation Leaders' Guide to Industrial Autonomy“. In diesem eBook erfahren Sie mehr über IA2IA und wie Yokogawa Sie auf Ihrem Weg zum autonomen Betrieb unterstützen kann.

Details

Zentrale Geschäftsziele

Die Prozessindustrie konzentriert sich traditionell auf vier Verbesserungsbereiche: HSSE (Gesundheit, Sicherheit, Schutz und Umwelt), Effizienz, Anlagenverfügbarkeit und die menschliche Zuverlässigkeit. Einige dieser Bereiche sind voneinander abhängig. So hat beispielsweise die menschliche Zuverlässigkeit einen tiefgreifenden Einfluss auf alle anderen Bereiche. Die Effizienz kann sich auf die funktionale und IT-Sicherheit auswirken. Obgleich sich diese Schwerpunkte im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert haben, kämpfen die Unternehmen immer noch damit, sie angemessen zu bewältigen. Dabei sind sie ständig auf der Suche nach besseren Wegen und Möglichkeiten, um die negativen Auswirkungen dieser Herausforderungen auf ihren Betrieb zu reduzieren, was sich letztlich positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt.

Neue Herausforderungen

Darüber hinaus sieht sich die Industrie mit neuen Herausforderungen konfrontiert, wie beispielsweise dem sich verändernden Geschäftsumfeld, der Transparenz der Wertschöpfungskette und der Optimierung eines nachhaltig ausgelegten Betriebs.

Die jüngste und größte Herausforderung ist dabei der Umgang mit der COVID-19-Pandemie. COVID-19 hat die Industrie vor noch größere Hausforderungen in Bezug auf  die Sicherheit der Arbeitnehmer, die Fortführung des Betriebs und die Verbesserung der Flexibilität in der Produktion gestellt.

Von der Reduzierung von Ausfallzeiten bis hin zu einem verbesserten Qualitätsmanagement und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften verfolgen Unternehmen eine Vielzahl von Geschäftszielen, wenn sie durch Initiativen zur Förderung der digitalen Transformation eine höhere Ebene der Autonomie anstreben. Dabei teilen zwar alle Betriebe bestimmte Herausforderungen, andere variieren jedoch je nach Region, Branche, Unternehmen und sogar je nach Abteilung oder Standort. Für einige Unternehmen steht die Verbesserung der Sicherheit im Mittelpunkt, während andere eher auf die Reduzierung von Produktfehlern oder die Verbesserung der Zuverlässigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit abzielen. In jedem Fall gibt es aber auch einige Ziele wie eine verbesserte Produktivität und Effizienz, die in jeder Branche wünschenswert sind und die jeder CEO stets im Hinterkopf hat. 

 

Produktivität verbessern 

Produktivität verbessern

Geringere Risiken im Zusammenhang mit menschlichen Eingriffen am Produktionsarbeitsplatz. 48 % der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen die Produktivität als Hauptziel sehen. 

 

Optimierung der Betriebseffizienz

Optimierung der Betriebseffizienz

Erhöhte Flexibilität und Effizienz durch Automatisierung der physischen Arbeitsaufgaben und der Entscheidungsfindung. 40 % der Befragten gaben die betriebliche Effizienz als eines ihrer Hauptziele an. 

 

Verbesserung der Arbeitersicherheit

Verbesserung der Arbeitersicherheit

Die Sicherheit der Arbeitnehmer war schon immer eine Priorität. Seit COVID‑19 sind Sicherheit und Fernbetrieb die wichtigsten Investitionsprioritäten für die nächsten drei Jahre.

 

Die industrielle Autonomie kann zur Verbesserung des Gesamtertrags beitragen, indem Prozesse optimiert und Ausfallzeiten reduziert werden. Sie kann auch auf individueller Ebene nützlich sein, indem den Mitarbeitern zusätzliche Werkzeuge und andere Hilfsmittel sowie Entscheidungshilfen zur Verbesserung ihrer Produktivität zur Verfügung gestellt werden. Yokogawa kennt die Herausforderungen, vor denen unsere Kunden stehen, und kann sie auf dem richtigen Weg begleiten, damit ihr Wandel von der industriellen Automation zur industriellen Autonomie Wirklichkeit werden kann.

 

Weitere Vorteile der industriellen Autonomie

Weitere Vorteile der industriellen Autonomie

Neben den wichtigsten KPIs lassen sich mit industrieller Autonomie eine Vielzahl weiterer Vorteile erzielen. Zum Beispiel die Unterstützung von Nachhaltigkeitsbemühungen im Zusammenhang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) durch Initiativen wie die KI-gestützte Energieoptimierung in Echtzeit. Darüber hinaus können durch die Verbesserung der Arbeitssicherheit und die Durchführung gefährlicher Arbeiten z. B. durch Roboter statt Menschen, die Versicherungsprämien, die Kosten für die Entschädigung bei Verletzungen und die Ausfalltage der Mitarbeiter gesenkt werden. Sie kann auch die Qualität verbessern, indem sie fehlerhafte Waren an einer Produktionslinie oder in einem vorgelagerten Bereich identifiziert und einen Produktionsprozess so anpasst, dass die Qualitätstoleranzen eingehalten werden.

 

Wegbereiter der industriellen Autonomie 

Neue Technologien wie KI, digitale Zwillinge und Roboter revolutionieren die Arbeitsweise von Betrieben. Sie ermöglichen einen Wandel, bei dem physische Aufgaben und Entscheidungsprozesse autonomer stattfinden, um die Produktivität und die Sicherheit der Mitarbeiter zu verbessern. In der heutigen Geschäftswelt hat die betriebliche Systemstabilität einen höheren Stellenwert als je zuvor.

Der Übergang zur industriellen Autonomie setzt das Zusammenspiel einer Vielzahl von Technologien aus den Bereichen Information Technology (IT) und Operational Technology (OT) voraus. Die Stärke von Yokogawa liegt in der Kombination von IT- und OT-Know-how.

Alle dazu notwendigen fortschrittlichen digitalen Technologien, die auf zuverlässigen und nachhaltigen Architekturen aufbauen, sind bereits heute verfügbar. Wie diese Technologien aber integriert und angewandt werden, ist der Schlüssel auf dem Weg zur industriellen Autonomie.

Yokogawa & KBC verfügen über jahrelange Erfahrung und Expertise bei der Umsetzung von Transformationsprogrammen, die bereits in der sehr frühen Beratungsphase ansetzen. Yokogawa & KBC verstehen, welche Schlüsselfragen gelöst werden müssen und welche Arten von Technologie zur Verfügung stehen, um die bestehenden Probleme zu lösen.

 

KI und Robotik sind treibende Kräfte auf dem Weg zur industriellen Autonomie

Die KI ist ein wichtiger Wegbereiter in Sachen Datenanalyse, Entscheidungsfindung und die Realisierung autonomer Funktionen. So kommt die KI beim Umgang mit großen Datenmengen und bei der Unterstützung von prädiktiven Analysen ins Spiel, die sich auf Bereiche wie die Überwachung des Anlagenzustands (Asset Health Monitoring), die Prozessoptimierung und das Qualitätsmanagement anwenden lassen. Die Vorteile einer Datenanalyse ohne Fachwissen sind jedoch begrenzt. Der Wert dieser Technologien ergibt sich, wenn sie mit Fachwissen kombiniert werden, das sowohl die geschäftlichen Probleme als auch den Kontext der Daten, die das Rohmaterial für die Algorithmen sind, verstehen kann. Dadurch wird es möglich, KI für selbstlernende, selbstheilende und selbstoptimierende autonome Betriebsabläufe zu nutzen.  

Roboter und Drohnen sind ein weiterer wichtiger Wegbereiter für die industrielle Autonomie. Roboter und Drohnen werden zur Überwachung, Kontrolle und Unterstützung von Menschen bei der Ausführung von Aufgaben in gefährlichen Arbeitsumgebungen eingesetzt. Sie erledigen Aufgaben wie zum Beispiel die Leckerkennung, Korrosionsüberwachung und die Inspektion von Schornsteinen. Je intelligenter diese ausgelegt sind, desto vielseitiger werden sie und desto mehr Betriebs- und Wartungsaufgaben können sie autonom ausführen.  

Robotik

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Vorbereitung auf eine autonome Zukunft

Die digitale Transformation erstreckt sich über das gesamte Unternehmen. Bei Anwendung der digitalen Transformation auf die Produktion spricht man vom „Smart Manufacturing“ oder intelligenter Produktion. Yokogawa ist der Ansicht, dass für viele Anlagenbetreiber der autonome Betrieb der richtige Weg ist, um ihre Ziele in Sachen Smart Manufacturing zu erreichen. 

Der Übergang von der industriellen Automatisierung zur industriellen Autonomie erfordert Sensorik und eine digitale Infrastruktur, die sich über den gesamten Betrieb erstreckt sowie Daten, intelligente Geräte, verlässliche Hardware und Software integriert, um das erforderliche Maß an Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und schließlich Autonomie zu gewährleisten. 

Yokogawa bereitet den Weg für eine Zukunft, in der die Industrie den Übergang von der industriellen Automatisierung zur industriellen Autonomie (Industrial Automation to Industrial Autonomy – IA2IA) vollziehen wird. Wir bieten eine breite Palette an Lösungen im Bereich „Smart Manufacturing“ sowie digitale Beratungsservices an, die Kunden auf ihrem Weg der digitalen Transformation hin zu einem autonomen Betrieb unterstützen. Für weitere Informationen zu den „Smart Manufacturing“-Lösungen von Yokogawa, klicken Sie bitte hier.

Die Beschleunigung der industriellen Autonomie
- Weltweite Umfrage 2021

Yokogawa hat im Jahr 2021 eine ausführliche Branchenstudie mit 534 Befragten aus 390 Unternehmen in sieben globalen Märkten und sieben Branchen durchgeführt, um weitere Einblicke in den aktuellen und zukünftigen Stand der industriellen Autonomie zu gewinnen.

 

Ökologische Nachhaltigkeit als Faktor

45 % der Befragten aus den Unternehmen gehen davon aus, dass die industrielle Autonomie einen erheblichen Einfluss auf die ökologische Nachhaltigkeit in den Bereichen dynamische Energieoptimierung, Wassermanagement und Emissionsreduzierung haben wird. Dagegen erwarten nur 6 %, dass die industrielle Autonomie keinerlei Auswirkungen auf die ökologische Nachhaltigkeit haben wird.

Icon der Umfrage 2021

 

Die Einführung der industriellen Autonomie beschleunigt sich

Die Umsetzung von Projekten im Bereich der industriellen Autonomie nimmt allmählich an Fahrt auf. 51 % der befragten Hersteller skalieren nun die Umsetzung in mehreren Anlagen und Geschäftsbereichen, und weitere 19 % gaben an, dass sie in mindestens einer Anlage oder einem Geschäftsbereich eine vollständige Umsetzung vorgenommen hätten.

Während erwartet wird, dass Produktivitätsverbesserungen in Produktions- und Fertigungsprozessen in den nächsten drei Jahren den größten Einfluss auf die Rentabilität der Investition (ROI) bei der digitalen Transformation bringen sollen (31 % der Befragten platzierten diesen Bereich an erster und 20 % an zweiter Stelle), entwickelt sich auch das Segment „Gesundheit, Sicherheit und Umwelt“ zu einem wichtigen ROI-Bereich. 26 % der Befragten platzierten diesen Bereich an erster (13 %) oder zweiter Stelle (ebenfalls 13 %).

Icon der Umfrage 2021

 

Entscheidungsträger und COVID-19

C-Level-Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle bei der autonomen Planung auf Anlagenebene, wozu die Befragten angaben, dass der CEO (38 %), der CTO (34 %) und der CIO (31 %) die wichtigsten Entscheidungsträger wären. Diese Entscheidungsträger werden von technischen Fachleuten auf höherer Ebene unterstützt. Dazu gaben 43 % der Befragten an, dass der Chief Digital Officer erheblichen Einfluss auf Entscheidungen in Sachen Autonomie auf Anlagenebene habe.

Angesichts der andauernden COVID-19-Pandemie ist der Ausbau von Fähigkeiten im Bereich Remote Operation ein Schlüsselfaktor für die industrielle Autonomie. Die Umfrage hat gezeigt, dass ein Drittel (33 %) der Hersteller „Remote Operations“ an einzelnen Standorten und 31 % an mehreren Standorten im Zusammenhang mit der industriellen Autonomie einsetzen.

Icon der Umfrage 2021
Cover des eBooks zur Umfrage 2021

Wenn Sie mehr wissen möchten, finden Sie hier den Bericht zur Umfrage 2021


 

Die Aussichten für den Übergang zur industriellen Autonomie
- Weltweite Umfrage 2020

Von Robotern und Quantencomputern bis zu digitalen Zwillingen und KI – neue Technologien revolutionieren die Arbeitsweise von Betrieben. Sie ermöglichen einen Wandel, bei dem physische Aufgaben und Entscheidungsprozesse autonomer stattfinden, um die Produktivität und die Sicherheit der Mitarbeiter zu verbessern. In der heutigen Geschäftswelt hat die betriebliche Systemstabilität einen höheren Stellenwert als je zuvor.
 

Das Rennen um Ebene 5

Bis 2030 erwartet eine Mehrheit der Unternehmen einen autonomen Betrieb

Yokogawa hat eine weltweite Untersuchung über den Fortschritt der industriellen Autonomie von Unternehmen in sieben wichtigen Prozessindustrien in Auftrag gegeben. 500 Befragte gaben einen detaillierten Überblick über zukünftige Trends in der Automatisierung und Autonomie, die angestrebten Geschäftsziele und die Technologien, die sie zur Erreichung dieser Ziele einzusetzen planen.

Die wichtigste Erkenntnis ist dabei der rasche Anstieg der Erwartungen für das, was wir als Ebene 5 („Level 5“) definieren, d. h. vollständig autonome Betriebe. Nur 1 % der Befragten geht davon aus, dass dies im Jahr 2020 bereits in ihren Unternehmen der Fall sein wird, wobei diese Zahl auf 19 % für das Jahr 2023 und 64 % für das Jahr 2030 steigt. Dieser Trend ist in allen Branchen gleichermaßen zu beobachten. Darüber hinaus gaben lediglich 7 % an, dass sie keine Pläne zur Einführung irgendeiner Form von industrieller Autonomie hätten.
 

Icon der Umfrage 2020

 

Ein effektiver Beitrag zu einer Reihe von Geschäftszielen

Hauptziele sind eine verbesserte Produktivität und Betriebseffizienz

Was steckt also hinter diesem Paradigmenwechsel vom manuellen und automatisierten Betrieb zur Autonomie? 48 % der Befragten nannten Produktivitätsverbesserungen und 40 % die Betriebseffizienz als oberste Priorität bei der digitalen Transformation. Auch Qualitätsmanagement, Energiemanagement und die Arbeitssicherheit hatten unter den Befragten einen hohen Stellenwert.

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Die Technologien, die den Betrieb nachhaltig verändern werden

Investitionsprioritäten sind die Cloud, KI, Sensorik und 5G

Die industrielle Autonomie wirkt sich sowohl auf Entscheidungsprozesse als auch auf physische Aufgaben aus und erfordert die Einführung einer Reihe neuer Technologien. 42 % der Befragten planen in den nächsten 3 Jahren erhebliche Investitionen in KI. 40 % gaben entsprechende Investitionen in intelligente Sensoren und andere intelligente Geräte an. Und 29 % möchten beträchtliche Summen in Quantencomputer investieren. Auf dem Weg zu mehr Autonomie wird bereits heute in die Technologien von morgen investiert.
 

Icon der Umfrage 2020

 

COVID-19 wird treibende Kraft für mittelfristige Investitionen sein

Nach einem schwierigen Jahr 2020 wird sie die Autonomie weiter vorantreiben

Die COVID‑19‑Pandemie wird unsere Betriebe umgestalten – von ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft bis hin zur Entwicklung unbemannter Systeme und der erneuten Betonung der Arbeitssicherheit. Angesichts der Kosten einer der Arbeit fernbleibenden Belegschaft bringt ein gut konzipiertes autonomes System die Vorteile des Remote-Betriebs und einer sichereren Arbeitsumgebung. 54 % der Befragten erwarten als direkte Folge der COVID-19-Pandemie eine Erhöhung ihrer Investitionen in die Autonomie für die nächsten 3 Jahre.

Icon der Umfrage 2020
Cover des Berichts zur Umfrage 2020

Wenn Sie mehr wissen möchten, finden Sie hier den Bericht zur Umfrage 2020

 

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