Energiemanagementsystem mit Stromspeicherdiagnose

Hintergrund

Die Nachfrage nach dezentralen Energiemanagementsystemen mit Peak-Shift-Steuerung und der Einsatz von erneuerbaren Energien zum Zwecke einer stabilen globalen Energieversorgung haben weltweit stark zugenommen. Diese Entwicklung geht auf die Notwendigkeit zurück, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Eine Möglichkeit zur Peak-Shift-Steuerung besteht darin, Stromspeicher über Nacht zu laden, wenn der Energiebedarf gering ist, und die Ladung der Stromspeicher in Zeiten mit Spitzenstrombedarf zu verbrauchen. Strom in Zeiten zu nutzen, in denen er preiswert ist, trägt nicht nur zu einer ausgewogenen Energienachfrage bei, sondern reduziert gleichzeitig auch Energiekosten. Darüber hinaus liegt der Vorteil erneuerbarer Energien darin, dass sie lediglich eine geringe Umweltbelastung darstellen. Da die erzeugte Strommenge jedoch je nach Witterungsbedingungen dynamisch schwankt, müssen Stromspeicher zum Ausgleich dieser Ertragsschwankungen eingesetzt werden.

Technologie

Wenn erneuerbare Energien eingesetzt werden sollen, ist es wichtig, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die schwankenden Stromerzeugungsmengen auszugleichen. Ein Speichersystem kann dazu beitragen, ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen. Hierfür ist es wiederum unabdingbar, die Qualitätsklasse des Energiespeichersystems unter Berücksichtigung der mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien einhergehenden Kosteneinsparungen auszuwählen. Obgleich Lithium-Ionen-Stromspeicher eine hohe Energieeffizienz bieten, kann ihre Steuerung doch recht komplex sein. Nichtsdestotrotz kann durch den Einsatz elektrochemischer Verfahren zur Messung und Steuerung solcher Stromspeicher im betriebstüchtigen Zustand die gewünschte Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und Betriebseffizienz des Speichersystems erzielt werden.
Erneuerbare Energie ist gleichbedeutend mit sauberer Energie. Jedoch bringen erneuerbare Energien den Nachteil einer instabilen Versorgung mit sich. Es ist unerlässlich, derartigen Schwankungen des Energieertrags angemessenen beikommen zu können. Yokogawa ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen Energienachfrage und Versorgungssicherheit herzustellen. Zu diesem Zwecke soll ein Stromspeichersystem eingeführt werden, das den erzeugten Strom speichern kann.
In diesem Rahmen hat Yokogawa bereits eine Technologie zur Stromspeicherdiagnose entwickelt, die sowohl die verbleibende als auch die maximale Kapazität des Stromspeichers präzise erfassen kann. Begleitet wird diese von einer Technologie für den Betrieb des Stromspeichersystems, mit der jeder einzelne Speicher des Systems unter Anwendung der Diagnosetechnologie effizient und systematisch betrieben wird.

Vision für die Zukunft

#Die Verbreitung neuer Arten von Energien wie Wind- und Solarenergie, die Fortschritte auf dem Gebiet der dezentralen Energietechnologie und die Weiterentwicklung des Internet of Things sind treibende Kräfte für eine Wende in den Bereichen der Energiewirtschaft und des Energiehandels. Lithium-Ionen-Stromspeicher stellen in diesem Zusammenhang voraussichtlich das Zünglein an der Waage dar, das einer solchen Wende den entscheidenden Anstoß geben kann, sofern diese Stromspeicher skalierbar sind und praktisch überall installiert werden können. Yokogawa ist bestrebt, den effizienten Betrieb von Energiespeichersystemen mithilfe von Technologien sicherzustellen, die den Zustand von Lithium-Ionen-Stromspeichern diagnostizieren. Darüber hinaus wird Yokogawa seinen Beitrag dazu leisten, die gesellschaftliche Belastbarkeit gegenüber Versorgungsunsicherheiten zu steigern. Hierfür sieht das Unternehmen eine Stabilisierung des mit neuen Energieformen gewonnenen Energieertrags vor und gewährleistet anhand einer Nachfragesteuerung somit einen effizienten Betrieb des Energiespeichersystems.

 
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