Pervasive Korrosionsüberwachung für Rohrleitungen

Hintergrund

In der petrochemischen und chemischen Industrie gehen die meisten Rohrschäden auf Korrosion und Erosion zurück. Aus Sicht der Zustandsüberwachung ist es demnach besonders wichtig, eine Kenntnis des Stadiums der Korrosion und Erosion in Rohrleitungen zu besitzen. Dies ist angesichts der gewaltigen Anzahl an Rohrleitungen, der teils schwierigen Zugänglichkeit der Rohre und der Abhängigkeit von manuellen Kontrollen jedoch leichter gesagt als getan.
Yokogawa arbeitet derzeit an der Entwicklung einer berührungslosen Technologie zur Überwachung von Rohrleitungsschäden. Diese trägt maßgeblich dazu bei, die Kontrolle der Leitungen zu vereinfachen. Mit diesem System können Rohrleitungen fortlaufend auf Schäden überwacht werden. Dazu müssen lediglich auf berührungslose Messungen ausgelegte Sensoren an den Leitungen der Anlage des Kunden verbaut und anschließend mit einem drahtlosen Netzwerk verbunden werden. Yokogawa ist davon überzeugt, dass solch ein System die Kontrolle des Rohrleitungszustands maßgeblich vereinfachen kann.

Machbarkeitsnachweis

Yokogawa hat einen Sensorprototyp entwickelt, der berührungslose Schadensmessungen durchführt, indem er das rund um die Rohrleitung vorliegende Magnetfeld nutzt. Dieser Prototyp wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie in einem Werk eines Kunden erprobt. Nachstehend findet sich ein Beispiel für solch einen Machbarkeitsnachweis. Die unten stehende Abbildung zeigt das vom Sensor rund um das Rohr gemessene Magnetfeld sowie die Lage und die Tiefe eines Schadens, die anhand des Magnetfelds berechnet wurden. Mittels Ultraschallprüfung konnte Yokogawa belegen, dass der Magnetfeldsensor den Schaden im Rohr anhand einer berührungslosen Messung präzise erfasst hat.

Vision für die Zukunft

Yokogawa ist davon überzeugt, Kunden mit seinem Schadensüberwachungssystem für Rohrleitungen den folgenden Mehrwert bieten zu können.

  • Reduzierung der Lebenszykluskosten

    Durch eine regelmäßige Kontrolle auf Rohrschäden kann die Lebensdauer der Rohrleitungen antizipiert werden. Für Rohre, deren Zustand sich bereits verschlechtert hat, können auf diese Weise erforderliche Maßnahmen ergriffen werden. Wenn zusätzlich der Betriebszeitraum untersucht wird, in dem merkliche Änderungen zu beobachten waren, kann außerdem die Grundursache für die Verschlechterung des Rohrzustands ermittelt werden. Auf diese Weise lassen sich deutlich zielgerichtetere Korrekturmaßnahmen umsetzen.

  • Steigerung der Anlagenproduktivität

    Durch eine regelmäßige Kontrolle von Rohrschäden und eine Prognostizierung der Rohrlebensdauer kann Notabschaltungen der Anlage vorgebeugt werden. Außerdem verkürzt sich so der Zeitaufwand für periodische Reparaturen. Darüber hinaus ist es möglich, die Betriebseffizienz zu steigern, indem die Betriebsparameter den Rohrschäden entsprechend angepasst werden.

 
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