Yokogawa bringt neue Version der sicherheitsgerichteten Steuerung ProSafe®-RS auf den Markt

From left: ProSafe-RS, ProSafe-SLSDie Yokogawa Electric Corporation bringt mit dem ProSafe®-RS R3.02.20 eine verbesserte Version der sicherheitsgerichteten Steuerung ProSafe-RS auf den Markt. Diese optimierte Version zeichnet sich durch ihre bessere Konnektivität mit ProSafe-SLS aus – der sicherheitsgerichteten Steuerung (SIS), die für Anwendungen eingesetzt wird, die den höchsten Safety Integrity Level SIL4 erfordern. Damit wird die Bildschirmüberwachung des Status beider Systeme durch die Bediener des integrierten Produktionsleitsystems CENTUM® VP ermöglicht. Zudem bietet R3.02.20 eine verbesserte Unterstützung aller gängigen offenen Kommunikationsprotokolle. Damit können sowohl ProSafe-RS als auch ProSafe-SLS ihre Daten mit allen aktuellen SCADA- (Supervisory Control and Data Acquisition) Software-Lösungen auf dem Markt austauschen.

 

Entwicklungshintergrund
In der Öl- und Gasförderung ebenso wie in der Chemie, im Energiesektor, in der Eisen- und Stahlerzeugung und in anderen Bereichen der Rohstoffindustrie hat die Betriebssicherheit höchste Priorität. Deshalb besteht eine wachsende Nachfrage nach SIS zur Unfallverhütung durch die frühzeitige Erkennung ungewöhnlicher Betriebssituationen und die Einleitung von Maßnahmen wie z.B. der Notabschaltung von Anlagen. Yokogawa bietet zwei verschiedene SIS an: die speicherprogrammierbare ProSafe®-RS und die kontaktlose ProSafe®-SLS. Für Kunden, die mit beiden SIS-Systemen arbeiten, ist eine Lösung erforderlich, mit der sich der Status beider Systeme in integrierter Weise überwachen lässt.

Verbesserungen 
1. Integrierte Systemüberwachung
Mit der Erfassung von Daten beider sicherheitsgerichteten Steuerungen von Yokogawa, ProSafe-RS und ProSafe-SLS, können die Bediener den Status aller Steuerungen einfach über ein Bildschirmfenster im CENTUM VP überwachen. Tritt irgendwo in der Anlage ein Problem auf, wird die Abfolge der Ereignisse in Form von Sequence-of-Event-(SOE)-Daten beider SIS auf einem integrierten Bildschirm an den Bedienterminals angezeigt.

2. Kommunikationsprotokoll zur Unterstützung von vorgelagerten Prozess-anlagen
Bei Erdöl- und Erdgasbohrlöchern sowie bei Pipeline-Anwendungen spielen Kosten-Nutzen-Verhältnis und Platzeinsparungen eine Schlüsselrolle. ProSafe-RS ist sowohl mit Sicherheits- als auch mit Prozesssteuerungsfunktionen ausgestattet. Die SCADA-Systeme an solchen Standorten arbeiten häufig mit dem Distributed Network Protocol 3 (DNP3) für Schmalband-Wireless und Satellitenkommunikation für vorgelagerte Prozessanwendungen, da dieses offene Protokoll die temporäre Datenspeicherung im Falle einer Unterbrechung der Netzwerkkommunikation ermöglicht. Durch die Unterstützung von DNP3 im ProSafe-RS R3.02.20 Controller können Kunden ihre Systeme unter Weiterverwendung ihrer bestehenden SCADA-Infrastruktur problemlos austauschen und vor Ort erweitern. Das spart Zeit und Kosten.

Über ProSafe-RS
ProSafe-RS ist eine speicherprogrammierbare sicherheitsgerichtete Steuerung, deren erste Version im Februar 2005 von Yokogawa auf den Markt gebracht wurde. ProSafe-RS lässt sich vollständig in die integrierten Produktionsleitsysteme der CENTUM®-Reihe integrieren und ist für den Einsatz in SIL3-Anwendungen zertifiziert. Seit der Markteinführung wurde ProSafe-RS in über 1500 Projekten auf der ganzen Welt erfolgreich eingesetzt.

Über ProSafe-SLS
ProSafe-SLS ist eine kontaktlose sicherheitsgerichtete Steuerung, die im Jahr 1997 erstmals auf den Markt gebracht wurde. Da sie mit einem Magnetkern ausgestattet ist, eignet sich ProSafe-SLS auch für SIL4-Anwendungen. Dieses System findet derzeit an ungefähr 300 Standorten weltweit Verwendung, und zwar hauptsächlich in sogenannten High-Integrity-Pressure-Protection-Systemen (HIPPS).

Über Sicherheits-Integritätslevel (SIL)
Die Sicherheitsanforderungsstufen, sogenannte Sicherheits-Integritätslevel (SIL), sind in der internationalen Norm IEC 61508 zur Entwicklung von elektrischen, elektronischen und programmierbar elektronischen (E/E/PE) Systemen, die eine Sicherheitsfunktion ausführen, definiert und wurden von der International Electrotechnical Commission (IEC) entwickelt. 


Über Yokogawa
Yokogawa unterhält ein weltweites Netzwerk von 86 Unternehmen an Standorten in über 50 Ländern. Das 4 Mrd. US$-Unternehmen hat sich seit seiner Gründung 1915 auf zukunftsweisende Forschung und innovative Produkte spezialisiert. Industrielle Automatisierung, Test- und Messausrüstung sowie innovative Nischen-Produkte wie z.B. für die Gesundheits- und Luftfahrttechnologie sind die Hauptgeschäftsfelder von Yokogawa. Die wichtigsten Zielmärkte der industriellen Automatisierung sind die Öl- und Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie, die Energieindustrie, die Eisen- und Stahlindustrie, die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Lebensmittelindustrie. 
Etwa 200 Mitarbeiter der europäischen Yokogawa-Organisation sind an verschiedenen Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland und am Sitz der Yokogawa Deutschland GmbH in Ratingen beschäftigt; mehr als 70 Automatisierungs-, Elektrotechnik- und Verfahrensingenieure arbeiten bei Yokogawa Deutschland an der Konzeption, Planung und Umsetzung von Automatisierungslösungen. In Europa besitzt Yokogawa einen eigenen Vertrieb sowie eigene Service- und Engineering-Organisationen. Yokogawa Europe B.V. wurde 1982 als Zentrale für Europa in Amersfoort, NL, gegründet.

Weitere Informationen zu Yokogawa finden Sie unter www.yokogawa.com.

Pressekontakt: Chantal Guerrero, Tel.: 02102-4983-134, chantal.guerrero@de.yokogawa.com
 

Zugehörige Produkte & Lösungen

Sicherheitsgerichtete Steuerung (SIS)

Schützen Sie Ihre Prozessanlagen. Sicherheitsgerichtete Steuerungen (SIS) schützen Menschen, die Umwelt und Anlagen. Gute Sicherheitssysteme verhindern darüber hinaus unnötige Abschaltungen, verbessern die Verfügbarkeit der Anlagen und steigern die Effektivität der Bediener. Sicherheitsmanagementsysteme von Yokogawa werden weithin für Notabschaltungs-, Feuer- und Gas- sowie Brennermanagementsysteme eingesetzt.

 
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